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1. März2016
Das Outback und die Fliegen

Das Outback und die Fliegen

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  • Author: gerd
  • Date Posted: Mrz 1, 2016
  • Category:

[gerd]

Nach einem nährhaften Frühstück, auf dem Wilpena Pound Resort im Ikara-Flinders Ranges National Park, starteten wir den Tag mit einer kleinen Wandertour.

Wir liefen entlang des Wilpena Creek direkt in das Wilpena Pound, dem Herzstück des Ikara-Flinders Ranges National Parks, hinein. Ein Aussichtspunkt bot uns einen groben Überblick über diese riesige natürliche Schale. Schon vor mehr als 150 Jahren versuchten Siedler sich hier niederzulassen. Dies gelang ihnen am Ende meist nicht lange, da das Wetter, mit seinen langen Dürreperioden, ihnen einen Strich durch die Rechnung machten.



Auf der Wanderung konnten wir einige interessante Tiere und Pflanzen entdecken und auch an die „berühmten“ australischen Fliegen konnten wir uns langsam gewöhnen. Zu diesen Zeitpunkt war uns das ganze Ausmaß aber noch nicht vollständig bewusst. Bevor wir unseren Roadtrip fortsetzten, gab es nach Abschluss der Wanderung noch etwas zur Stärkung. Dabei wurden wir in direkter Nähe von 2 Euros beobachtet 🙂

Für den Rest des Tages standen ca. 300 km auf dem Plan. Die Strecke führte uns nach Norden durch den wunderschönen Nationalpark nach Blinman. Von dort aus nutzen wir eine unbefestigte Scenic Route in Richtung Parachilna. Nach einem Tankstopp ging es weiter, vorbei an Copley und Lyndhurst bis nach nach Maree. Wir befuhren nun bereits den berühmten Oodnadatta Track. Die Straßen wechselten von befestigt zu unbefestigt. Das Handynetz existierte nicht mehr. Und was in der Karte als Ort verzeichnet war, hatte die Bezeichnung Ort wahrlich nicht verdient. Auch die Vegetation wurden immer karger, so oder so ähnlich stellte ich mir das Outback vor, viel von nichts. Die Anzahl der toten Tiere, vor allem Euros und Emus, am Wegesrand nahm mit der Zeit zum Glück wieder ab.


 

Nach der Ankunft in Maree schlugen wir unser Zelt neben dem Hotel „The Maree“ auf. Der Ort an sich hatte, so schien es, seine besten Tage bereits hinter sich. Überbleibsel von einem Bahnhof inkl. Lokomotiven und heruntergekommene Übernachtungsmöglichkeiten prägten das Bild. Leider warteten auch schon die Fliegen auf uns, zum ersten Mal kamen, die in Adelaide, erstanden Fliegennetze zum Einsatz. Nachdem die Sonne untergegangen war, erledigte sich auch dieses Problem erstmal. Einige andere Abenteurer aus Europa hatte es ebenfalls auf den Zeltplatz des Hotels verschlagen. Sie kamen aus der Richtung, in welche wir weitereisen wollten. So konnte man sich ein wenig austauschen. Nach dem Abendbrot besuchten wir noch das Pub im Hotel. Es war kurz vor 21 Uhr und wir hatten Glück noch ein kaltes Bier zu erhalten. Bei einem Gespräch mit den Hotelbetreibern erfuhren wir noch einiges interessantes zum Oodnadatta Track und Katrin informierte sich über die medizinischen Versorgung im Outback. Interessant war auch der Aufruf für die Zeichnung ein Petition für Mobilfunk im Outback, da die Versorgung wohl tatsächlich ein großes Problem darstellt.


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