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12. September2016
Engelberg

Engelberg

CH
  • Author: steffi
  • Date Posted: Sep 12, 2016
  • Category:
  • Address: Engelberg, Schweiz

Bevor wir in die Schweiz fuhren machten wir einen Stopp für eine Nacht in Mannheim bei Marc und Doreen. Auf dem Weg von Dresden nach Mannheim bereiteten die beiden mir eine große Freude und machten auf der Autobahn am Frankfurter Flughafen mit angrenzendem Museum der Rhein-Main Air Base der United State Air Force Halt. So eine spektakuläre Raststätte hatte ich in Deutschland noch nie gesehen, deshalb durfte ich ausreichend Fotos und Videos machen bevor wir uns wider auf den Weg nach Mannheim machten.

 

Berge. Überall Berge.

Am nächsten Morgen brachen wir Mädels Richtung Schweiz auf. Von Mannheim aus wirkte die Strecke zum Glück nicht mehr allzu weit. Die Fahrt ging locker flockig voran und nachdem wir Basel passierten, konnte ich schon die ersten Berge erahnen. So richtig war ich noch nie in den Alpen – deshalb wirkte ich wahrscheinlich etwas überreagierend, als die Berge dann auch noch immer größer wurden. Verrückt!

Nachdem ich auf einer halbstündigen Fahrt immer wieder denselben Berg von ganz weit weg, von halb weit weg, von eigtl. immer noch weit weg fotografierte, wurde mir klar, dass da wo wir hinfahren die Berge echt groß sind. So legte ich den Foto… das Telefon zur Seite und genoss mit Doreen die schöne Fahrt und das Schweizer Radio. Grüßeli!

Pünktlich zum Mittagessen erreichten wir Engelberg. Herzlich empfangen von Michaela, die uns zufällig eins meiner Lieblingsessen zubereitete – es gab Eier in Senfsoße. Nom!

Da Michaela ja im ansässigen Ramada-Hotel arbeitet, hat sie uns auch ein Zimmer in eben diesem besorgt. Und ich war geplättet. Wir hatten ein tolles großes Zimmer mit riesigem Balkon mit einem atemberaubendem Blick in die Berge.

 

Luzern

Doch wir wollten noch mehr sehen. Und so fuhren wir in die nächste große Stadt – nach Luzern. Am nordwestlichen Ufer des Vierwaldstättersees gelegen und durch die Alpen umrandet ist diese Stadt wirklich wunderschön. Wir hatten super Wetter und Michaela führte uns durch die Straßen und an diversen Sehenswürdigkeiten vorbei.

Da wir uns drei schon lange nicht gesehen hatten, stand eher der längst überfällige Informationsaustausch im Vordergrund, als die genaue Erkundung der Geschichte der Stadt. Aber mit so einer schönen Kulisse im Hintergrund macht Mädchentalk gleich noch viel mehr Spaß.

 

Hier wurde mir auch schnell bewusst, dass ich ordentlich auf mein Geld aufpassen sollte. Nicht wegen vermeintlicher Taschendiebe oder Betrügern. Die Preise passten sich leider nicht meiner Geldbörse an. Anhand der vielen teuren und seltenen Autos auf der Straße war mir klar, dass die Bewohner der Stadt damit wohl kein Problem haben.

Geld auf den Straßen

Mut am See

Schließlich wollten wir uns noch im mit Souvenirs und Getränken eindecken und checkten die Preise eines typischen Supermarktes. Die Flasche Wein gabs ab 14 Schweizer Franken, das Stück Käse als „Andenken“ war auch nicht preiswerter – bei der Umrechnung zum Euro kann man von 1:1 ausgehen. Ein Fiasko 😀

Natürlich schlugen wir trotzdem zu und machten uns dann auf den Heimweg – mit Zwischenstopp in einem kleinen Freibad um noch mal schnell ins kühle Nass des Vierwaldstättersees zu springen. Eine Stunde vor Badschließung konnten wir ohne Menschengetümmel in Ruhe noch etwas Sonne tanken.

Wieder in Engelberg ging mein letztes Bargeld dann schon für eine Pizza drauf, die wir gemütlich auf Michaelas Balkon verspeisten – und das eine oder an der Glas Wein leerten.

Fürenalp

Nach einem fulminanten Frühstück im Hotel machten wir uns mit dem kostenlosen Busshuttle auf den Weg zur Talstation der Fürenalp. Mit der Luftseilbahn sollte es auf die Spitze des Berges gehen. Und mir war schon recht schummrig. Zum einen kostet es 20 Euro um einmal hoch- und runterzufahren – zum anderen spielt meine Höhenangst manchmal noch Streiche. Ich war gespannt.

 

Aber es hat sich gelohnt. Auf der Fahrt nach oben überquerten wir Wasserfälle und hatten eine wundervolle Aussicht über die hohen Berge. Oben angekommen wurden wir von pompösem Geläut begrüßt. Die Schweizer Kuh mit ihrer großen Glocke um den Hals ist wirklich ein brillant eingesetztes Marketinginstrument.

 

Zunächst genossen wir also den Ausblick, die Kühe und die Sonne. Ich konnte nicht aufhören zu fotografieren und noch bevor unsere Wanderung über den Pass losging, waren Akku von Kamera und Telefon leer. Darüber war niemand böse – glaub ich 😉

 

So begingen wir ohne mediale Nervigkeiten von meiner Seite den Pass, kühlten unsere Arme in Kneippbädern und machten in einer typischen Almhütte Rast. Immer mit Blick auf tauende Gletscher – also vielen vielen Wasserfällen. Neben den hohen Bergen der Alpen sind Wasserfälle auch Phänomene die ich vorher noch nie so real gesehen habe. Alles ganz faszinierend mit dieser Natur.

Nach diesem Ausflug in die Berge zog es uns wieder ans Wasser und wir besuchten ein weiteres Freibad am großen Vierwaldstättersee und feierten das Zusammentreffen am Abend mit einem tollem Essen von Michaela und Wein.

Es waren zwei wunderschöne Tage in der Schweiz und ich möchte so gerne wiederkommen. Am liebsten wäre mir genauso ein Ausflug nochmal – ohne Zwang wandern zu müssen, ohne Schnee und den dazugehörigem Wintersportattitüden und mit spontanen Ausflügen in die Stadt. Trotzdem kann ich mir auch gut vorstellen mit dem Mountainbike die Gegend zu erkunden. Malsehen ob ich diese Ideen in meinen Plan „Herbstferien 2017“ integrieren kann.

Übrigens: Engelberg kann nicht nur gut aussehen, sondern auch ganz gut aussehende Andenken an Touristen verkaufen. Mein Lieblingstasse lässt grüßen!

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