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12. August 2016 - 14. August 2016
Hamburg

Hamburg

DE
  • Author: steffi
  • Date Posted: Apr 18, 2017
  • Category:

Da wir beide schonmal in Hamburg waren, aber noch nie oder nur kurz das Nachtleben der Hafenstadt kennenlernten konnten, buchte ich für ein Wochenende im August ein Hostelzimmer direkt auf der Reeperbahn. Zu unserem Glück organisierte mein Bruder für dieses Augustwochenende sogar noch Freikarten für das Festival A Summer´s Tale, welches nach unserer Einschätzung nicht weit entfernt von Hamburg  – auf dem Land nahe Lüneburg – stattfand.

 

So schlenderten wir am ersten Abend zwar ein wenig über den sagenumwobenden Kiez, aber richtig in Laune kamen wir nicht und spazierten deshalb weiter zum Hafen. Sitzen und gucken. Was man halt dann so macht mit 30. Auf dem Rückweg querten wir den Dom, wieder durch die Gassen – nirgends hielt es uns lange. Sogar die Große Freiheit wirkte langweillig. Wie ein großer Rummel. Ein kurzes Zucken als wir am „Goldnen Anker“ vorbeischlichen. Hihi – Heinz Strunk. Noch ein Bier.

Mit uns traf auch eine Gruppe wunderbar verkleideter Männer im Hostel ein. Das Erbrochene im Treppenhaus zeugte von ganz viel Freude und Geselligkeit. Wir freuten uns auf das Fernsehprogramm und schliefen mal richtig aus.

A Summer´s Tale

„A Summer’s Tale findet vor den Toren Hamburgs statt…“ So steht es auf der Website. Also machten wir uns nach dem Frühstück – kurz nach Mittag – auf den Weg zum Hauptbahnhof. Nach gefühlt gar nicht so langer Fahrt erreichten wir Lüneburg und stiegen dort in den vom Festival organisierten Busshuttle um. Von unseren Sitzplätzen aus konnten wir schon einmal das Publikum mustern und ich war noch mehr gespannt auf das Festival, welches neben bekannten Größen wie Sigur Ros und Noel Gallagher auch Workshops, Lesungen und sogar ein Kinderprogramm anbot. Nach noch einmal knapp 45 Minuten Fahrt erreichten wir das Festivalgelände. Viel Platz, viele Stände zum gucken, natürlich viele leckere Essensbuden. Und viele Kinder. Mir schien als wäre das ein Festival für die (gut betuchten) Anderen. Viele Familien mit Kindern oder Menschen, welche ich altersmäßig oberhalb meines Festivalradars wähnte, schlenderten zwischen den Bühnen. Und mit dem ersten Cider mischten wir uns unter die Leute. Mit Adam Green, Olli Schulz und Boy hatte ich richtig viel Spaß.

 

Bei Amy MacDonald überraschte uns ein ordentlicher Regen und wir führten unsere – dem Umfeld angepasste – Veganerdiskussion unter dem Schirm fort. Nachdem wir dann aber doch richtig nass wurden, entschieden wir den Rückweg nach Hamburg anzutreten – schließlich mussten wir mit 1-1,5h Fahrt rechnen und wir waren noch auf ein Bier verabredet. Doch es kam anders – der nächste Busshuttle sollte nach dem letzten Act fahren und Taxen zum Lüneburger Bahnhof standen auch erst nach einer Stunde wieder zur Verfügung. Somit hielten wir uns an andere Besucher, die nach und nach jeden Autofahrer anhielten und um Mitnahme baten. Zu unserem Glück trafen wir auf Katrin. Katrin war auch Tagesbesucherin und wollte an dem Abend noch Wäsche waschen. Deshalb war sie sowieso auf dem Weg zu ihrer Wohnung nach Hamburg. Obwohl sie eigtl. in Bremen wohnt. All das erfuhren wir auf unserer ersten Tramperfahrt. Und hatten so viel Glück damit. Noch vor 23 Uhr  wurden wir nach einer 45 minütigen Autofahrt direkt vorm Hostel abgesetzt. Rasch trockene Klamotten angezogen und so konnten mein Bruder unser Date mit Jan klarmachen.

Kiez

Blöderweise hatte ich meinen Schirm irgendwie verloren. Egal. Losgings. Wir sammelten Jan an der U-Bahn-Station der Reeperbahn auf und er führte uns zuerst in „Rosis Bar“. Ein kultig, kleiner Laden mit viel Geschichte und scheinbar vielen netten Leuten. Denn: Katrin war hier. Die Katrin, die uns als Anhalter mitgenommen hatte. Und in deren Auto noch mein Schirm lag. Somit gabs viel zu erzählen. Geschichten ausgetauscht. Getrunken. Weiter zog es uns dann noch in Kneipen wie „Möwe Sturzflug“ und „Nachthafen“ in denen wir noch lange versackten. Am Ende war das Geld alle. Der Schädel brummte. Und es war toll.

Rosis Bars

Möwe Sturzflug

 

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