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3. Juni2015
Hello Mr. President

Hello Mr. President

US
  • Author: steffi
  • Date Posted: Jun 3, 2015
  • Category:

[steffi]

Wie schon erwähnt liegt unser Motel in College Park – einer Studentenstadt etwas abseits von Washington D.C., aber trotzdem nah genug um am Metrosystem angeschlossen zu sein. Dieser Umstand und der relativ kurze Fußweg zur Metrostation ließ uns nicht lange überlegen ob wir nicht vielleicht doch mit dem Auto in die Hauptstadt fahren sollten. Wir wählten die entspanntere Option und stiegen nach einem reichlichen Frühstück in die U-Bahn.

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Mitten in der Stadt vor dem Gebäude der National Archives angekommen, ging es zunächst in Richtung Capitol – dem Sitz des Kongresses der Vereinigten Staaten. Wie evtl. schon gemerkt, haben wir unsere Bildung größtenteils aus dem Fernsehen und wir erwarteten Bilder wie wir sie aus der Serie „House of Cards“ kennen. Und dann das: die Kuppel des Capitols war komplett unter Baugerüsten versteckt. Außerdem hatten wir noch immer graues Nieselwetter – dies sollte kein guter Fototag werden.

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Wir setzten uns vor das Gebäude und beobachteten die vielen Besuchergruppen – hauptsächlich Sportclubs und Graduiertenklasse des aktuellen Highschooljahres.  Wir ließen sie vorüberziehen und machten noch einen Abstecher zur nahegelegenen Union Station –  dem Hauptbahnhof Washingtons, der durch seine prächtige Architektur hervorsticht.

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Somit hatten wir auch schon den östlichen Teil der National Mall nach unseren Bedürfnissen abgearbeitet. Die Mall – so wird der Bereich im Zentrum Washingtons bezeichnet, der 4,8 km lang und 500 m breit ist – umfasst viel mehr Sehenswürdigkeiten und für die amerikanische Geschichte relevante Stätten, als wir an einem Tag innerhalb unseres Trip erfassen könnten.

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Deshalb machten wir uns dann auch schnell weiter auf den Weg Richtung Lincoln Memorial, welches gegenüber des Capitols am anderen Ende der Mall steht. Auf dem Weg dahin passierten wir einige (bestimmt) bedeutsame Gebäude und machten Stopp am Washington Monument – einem obeliskartigem Marmorturm auf der Verbindungsgeraden zwischen Capitol und Lincoln Memorial.

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Weiter ging es vorbei an dem National World War II Memorial, welches sehr beeindruckend die gefallenen Soldaten der USA während des zweiten Weltkrieges ehrt und auch an diesem Tag von Veteranen aus diesen Zeiten besucht wurde.

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Fast am Ende der National Mall angekommen, gingen wir am Reflection Pool entlang genau auf das schon von weitem erkennbare Lincoln Memorial zu. Als Symbol staatlicher Gewalt thront hier ein in Marmor gemeißelter Abraham Lincon – dem 16. Präsident der Vereinigten Staaten. Hier sammelten sich auch wieder die Touristenmassen und wir verzogen uns recht schnell um den letzten Punkt unseres Must See Planes „abzuarbeiten“ – das Weiße Haus.

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Das Weiße Haus liegt etwas abseits von der Mall und wir landeten zunächst am Hintereingang des Amtssitzes und der offiziellen Residenz des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Gerd erinnerte sich, dass er es irgendwie aus einer anderen Perspektive kannte und vermutete einen weiteren Zugang – er hatte natürlich Recht. Aufgrund der vielen Touristen ging ich davon aus schon an der richtigen Stelle zu stehen und ließ die Aura der Macht auf mich wirken – ohne von Segways umgefahren zu werden oder Selfiesticks ins Auge zu bekommen \o/.

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Wir drehten also noch eine Runde und standen auf einmal vor dem Weißen Haus. Wie auf alten Fotos zu sehen, wurden die Absperrungen anscheinend noch weiter entfernt vom Haupteingang aufgestellt und so blieb uns nur ein kleiner,von Bäumen verstellter Blick auf das Zentrum der westlichen Macht. Dafür wissen wir jetzt, dass der National Christmas Tree beschnitten ist – also die Spitze fehlt – vielleicht hat sich Barack Obama einen kleinen Baum ins Oval Office gestellt. Wer weiß.

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Mit diesem Blick verabschiedeten wir uns dann auch von der National Mall und traten über die große Pennsylvania Avenue den Heimweg Richtung Metrostation an. Vorbei am FBI Building und dem U.S. Department of Justice erreichten wir nach etwa fünfstündigem Fußmarsch durch Washington DC die Metro und freuten uns, dass wir  einen Sitzplatz ergattern konnten.

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Für diesen Akt belohnten wir uns am Abend im Diner direkt neben unserem Motel mit einem leckeren Burger-Abendbrot und schokoüberzogenem Cheesecake Nachtisch.

 

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