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26. Mai2015
Kühler Norden …

Kühler Norden …

US
  • Author: steffi
  • Date Posted: Mai 26, 2015
  • Category:

[steffi]

Auf voll befahrenem Highway ging es raus aus Miami in Richtung Norden. Aus diesem Grund hatte ich mir (wahrscheinlich) eine etwas dickere kurze Hose, feste Schuhe und ein schwarzes T-Shirt angezogen. Interessant, oder?

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Das Auto kühlte uns schön ab und wir fuhren (nachdem wir aus dem Stadtgebiet raus waren) unseren Tagesetappen entgegen. Mein Mann Christian hatte in dieser Gegend schon einmal ein Jahr verbracht und gab mir den Tipp Ausschau nach Cocoa Beach zu halten – zufällig waren wir wirklich gerade in der Nähe und bogen bei der nächsten Möglichkeit ab um uns umzuschauen. Direkt neben der Cape Canaveral Air Force Station gelegen fanden wir einen breiten Sandstrand vor, der nicht überlaufen war und einigen Badespaß verpsrach, da die Wellen ordenlich tobten. Und hier kommen wir zum Thema Klamotten: es war ja immer noch verdammt heiß – verrückt 😀

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Irgendwie war Gerd besser vorbereitet und hatte Badehose, Handtuch und Flip Flops griffbereit im Kofferraum liegen. Nachdem ich mir den Strand betrachtete, wurde mir klar, dass ich mich wohl auch dem Wetter entsprechend in Badesachen schmeißen sollte. Also Unordnung in den Kofferraum gebracht und auf die Suche nach einer Umkleidemöglichkeit gemacht. Es gab zum Glück auch hier wieder öffentliche Tolietten, die ich gerne genutzt hätte – aber im Damenbereich hieß es: „Out of order“ oder „Nee da willst du wirklich nich rein..“. Ich kam mit einer Frau in der Warteschlange ins Gespräch und uns fiel auf, dass das Männerklo ja überhaupt nicht oft aufgesucht wird. Also beschlossen wir die Kabinen der Männer zu benutzen – hier in den USA scheint das aber nicht einfach eine Entscheidungssache zu sein – wir mussten uns gegenseitig Wache stehen und ich versprach ihr mich bei jedem Mann zu entschuldigen und ihn vorzuwarnen, dass eine Frau ihre heillige Hallen benutzt. Oh behave! Aber so konnte ich mich ohne Würgereiz in Ruhe umziehen, freute mich über die kleinen Kontakte und verblüfften Kommentare (die ich alle verstand  \o/) und brach wieder zum Strand auf. Gerd wartete schon und sprang dann auch bald in die Fluten. Wie wir heute wissen, hat er diese Planschrunde wohl nur ganz knapp überlebt. Am nächsten Tag sahen wir einen Beitrag in einer Nachrichtensendung über ein Mädchen, welches erst am Sonntag genau an diesem Strand in hüfthohem Wasser von einem Hai gebissen wurde. So ein Glückspilz 🙂

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Leider mussten wir am späten Nachmittag wieder aufbrechen, denn unser Ziel – Daytona Beach – lag noch ein paar Meilen entfernt. Auf dem Weg dahin fuhren am Kennedy Space Center vorbei – nicht rein, dafür reichte unsere Zeit leider nicht und besuchten noch die Stadt Titusville in der Christian während seines Highschooljahres lebte.

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Am Abend erreichten wir unser Motel am Daytona Beach und freuten uns über einen unverbauten Blick aufs Meer von unserem Zimmer aus. Trotzdem zog es uns noch einmal an den Strand, denn dieser ist ein ganz besonderer. Hier dürfen nicht bloß Menschen flanieren, sondern auch Autos. Auf einer extra eingerichten Vehicle Lane kann sich der gemeine Strandbesucher mit seinem Auto im hinteren Bereich des Strandes niederlassen oder die Lane nutzen um sich umzusehen – oder eher um gesehen zu werden. Der Strand ist aber so breit, dass sich die Autos ganz gut ins Gesamtbild einfügen und auch so Leute wie mich nicht stören. Über die Verschmutzung des Sandes möchte ich trotzdem nicht nachdenken 😉

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