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2. März2016
Oodnadatta Track

Oodnadatta Track

AU
  • Author: gerd
  • Date Posted: Mrz 2, 2016
  • Category:

[gerd]

Die Nacht im Zelt endete früh für mich, die Kraft der Sonne ist bereits in den frühen Morgenstunden enorm und zwang mich beizeiten das Zelt zu verlassen. Und auch unsere Freunde die Fliegen sind bereits wieder sehr aktiv.

Wir frühstückten und packten unsere Sachen zusammen um möglichst schnell in Maree zu starten. Der Wagen wurde noch mit Sprit befüllt und die Reise ging weiter. Unser eigentliches Ziel heute war der kleine Ort Williams Creek am Oodnadatta Track. Wir bewegen uns relativ schnell auf den recht guten Staubpiste durch das Outback. Das einzige Fahrzeug, welches wir auf dem ersten Teil der Strecke treffen, ist von der Polizei. Wir rollen durch eine spartanische Landschaft vorbei an viel Felsgestein, ausgetrockneten Wasserläufen, alten Bahngebäuden, künstlerischen Installationen und kleinerer Vegetation.

Gegen Mittag erreichen wir einen Ausläufer des riesigen Lake Eyre bzw. Kati Thanda, wie ihn die Natives nennen. Sehr beeindruckt stehen wir vor der riesigen weißen Ebene. Zusammen mit der Sonne ein beeindruckendes Erlebnis. Ohne viel Wasser und der Klimaanlage im Auto wäre es aber wirklich nicht sehr lange zu genießen, die Umgebung fordert einiges vom Körper. Die Temperatur befand sich gefühlt über 35 Grad.

Am Wegesrand lagen auch die Coward Springs. Dort gab es neben einem Picknick-Bereich auch einen natürlichen Whirlpool. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und nutzen die Chance zu Erfrischung. Das frische Wasser hatte eine angenehme Temperatur und war genau das Richtige nach so viel Hitze und Trockenheit. Zur gleichen Zeit hatten zwei deutsche Jugendliche die selbe Idee und so kamen wir ins Gespräch. Die beiden waren auch mit einem Offroad-Fahrzeug unterwegs und fuhren unsere Tour quasi in die andere Richtung und wesentlich schneller ab. Sie hatten einige gute Tipps für spätere Abschnitte unsere Reise dabei. Nach dieser Erfrischung gönnten wir uns noch ein kleine Mahlzeit und setzten anschließend die Fahrt fort.

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Wir erreichten am Nachmittag irgendwann Williams Creek. Auch dieser Ort war eigentlich kein richtiger Ort, sondern bestand lediglich aus einer Tankstelle, einem Pub und zwei Möglichkeiten zur Übernachtung. Eigentlich wollten wir hier für diese Nacht unser Zelt aufschlagen, wir beschlossen aber stattdessen unsere Pläne zu ändern und den für den nächsten Tag geplanten Abschnitt noch zu fahren. Wir setzten also die Fahrt in Richtung Coober Pedy fort. Der Strecke nach Coober Pedy wurde uns, bis dahin, von niemanden empfohlen, da sie angeblich zu langweilig ist. Doch für mich war es wesentlich abwechslungsreicher als die bisherige Strecke an diesen Tag.

 

Coober Pedy, die Welthauptstadt für Opal-Minen, brachte uns zurück in die Zivilisation. Angeblich ist es wohl die Stadt mit den meisten Nationalitäten der Welt. Jeder kann hier eine Berechtigung für die Suche nach Opalen kaufen. Dies zog und zieht wohl sehr viele Glücksritter und natürlich auch große und kleine Firmen in diesen Ort. Das spiegelt sich auch im Namen der Stadt wieder, den laut Wikipedia ist Coober Pedy die englische Schreibweise des Aborigine-Begriffs kupa piti, das wiederum heißt soviel wie: Des weißen Mannes Loch bzw. White man’s hole.

Als Besonderheit für diesen Tag hatten wir uns im angeblich weltweit einzigen 4-Sterne Untergrundhotel, dem „Desert Cave Hotel“ eingemietet. Leider war es nicht ganz so wie erwartet. Das Zimmer war ebenerdig in den Felsen geschlagen und lag somit nicht wirklich unter der Erde. Aber es war schon mal was anderes, da die Wände aus puren Felsen bestanden. Wir genossen nach dem anstrengend Tag den kalten Pool und stärken uns im Anschluss mit einer sehr australischen Pizza bei Johns Pizza Bar. Auf der Pizza waren neben Spinat, Käse und Cranberrries auch geräuchertes Känguru und Emu-Mettwurst zu finden.

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