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24. Mai2015
Seitenwechsel

Seitenwechsel

US
  • Author: steffi
  • Date Posted: Mai 24, 2015
  • Category:

[steffi]

Letzter Tag in Las Vegas. Letzter Tag im Wilden Westen. Bergfest.

Wir mussten 11 Uhr aus unserem Hotelzimmer auschecken – der Flug auf die andere Seite Nordamerikas sollte 22:30 Uhr starten. So hatten wir also noch viel Zeit den einen oder anderen Souvenirshop aufzusuchen und für die Einkäufe ein bisschen Geld zu erspielen. Wir ließen unsere Koffer am Bell Desk, also der Gepäckaufbewahrung des Stratospher Tower Hotel und zogen zunächst noch einmal durch die Läden und Casinohallen dieses Komplexes und trauten uns dann in die Hitze des Las Vegas Strips und kehrten aber schnell im nahegelegenen „Circus Circus“ ein. Ein Hotel/Casino ganz im „familienfreundlichen“ Stil mit riesigem Indoor-Vergnügungspark.

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Gerd spielte schon mit dem Gedanken wenigstens die Achterbahn auszuprobieren, aber wir sparten das Geld für den Nachmittag am Automaten, ließen die Familien und ihre Kinder weiter toben und machten uns mit einem Mittagessen aus dem nahegelegenen CVS Store wieder zurück ins Stratosphere und suchten in der Eikaufsmeile ein ruhiges Plätzchen für die Mittagspause. Gestärkt ging es dann wieder ins Casino, wo dann bis zur Abreise die Zeit doch recht schnell rumging.

Mit einem Bus der Public Transportation ging es zum Flughafen. Um zu unserem Gate zu gelangen mussten wir natürlich auch hier durch die obligatorischen Sicherheitsbereiche – und diesmal auch durch einen Nacktscanner. Genau sehen konnten wir nicht, was sie von uns sahen – nur an welchem Teil unseres Körper Unstimmigkeiten gibt. Gerd kam locker durch – ich musste der Securityfrau gaaanz langsam aus meiner Rocktasche einen Labello rausholen, aufdrehen und zeigen was drin ist. Ernste Sache – Witze wären unangebracht gewesen. Aber ein bisschen Gelassenheit würde die Abfertigung bestimmt etwas entspannter und schneller möglich machen.

Zu unserem Erstaunen ist dieser Flughafen sehr ruhig und wir ließen uns am entsprechenden Gate nieder, klemmten uns an die vorhandenen Stromquellen und warteten auf den Abflug. Noch hatte Las Vegas uns in seine Fängen und die eine oder andere Spielsucht konnte noch schön ausgelebt werden.

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Die Airline unserer Wahl war JetBlue. Gegen 22 Uhr ging es zum Boarding und wir konnten unseren Augen kaum glauben. Die Sitzreihen haben enorme Beinfreiheit, in jedem Sitz sind Displays eingebaut und es gibt OnBoard Free Wifi. Wahnsinn. Sowas hätten wir uns für unseren Überseeflug gewünscht. Kurz nach dem Start wurden noch Snacks und Getränke verteilt, dann schienen schon die meisten der Fluggäste zu schlafen. Ich konnte leider nicht so recht zur Ruhe kommen, denn nach etwa der Hälfte des vierstündigen Fluges fing es ordentlich an zu wackeln. Das vorhandene WLAN machte es möglich, dass wir auf  FlightAware unsere Reise live verfolgen konnten und sahen, dass eine Unwetterfront auf dem Weg lag. Zum Glück bog der Pilot an den „gefährlichen“ Stellen ab und umflog einen Teil der Front – mir reichte das Abenteuer schon längst.

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Danach verlief der Flug sehr sanft und wir bekamen sogar noch ein paar Minuten Schlaf ab. Als wir aufwachten waren wir schon über Florida und konnten gerade den Sonnenaufgang miterleben.

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Wir landeten 6:30 Uhr und kamen sogar recht schnell an unser Gepäck – also machten wir uns auf den Weg zum Autovermieter in der Nähe des Flughafens. Zum Glück sind für solche Fluggäste extra Shuttlebusse eingerichtet worden. Kaum durch die Ausgangstür des Flughafens getreten traf uns der Schlag – extreme Wärme und Luftfeuchte machten uns in den ersten Minuten in Florida mächtig zu schaffen – was für ein Unterschied zu der trockenen Hitze von der Westküste. Somit freuten wir uns doch sehr die Klimaanlage des neuen Mietwagens nutzen können – diesmal ist es ein Nissan Altima. Ganz schön groß. Und weiß. Nähere Details können bei Gerd erfragt werden 😉

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Nun waren wir also schon vor um acht auf den Straßen Miamis unterwegs und steuerten direkt unser Hotel an um zu fragen ob wir vielleicht nicht doch schon etwas früher in unser Zimmer könnten. Leider war keines frei und vor halb drei Nachmittags bräuchten wir es auch nicht probieren. Wenigstens konnten wir schonmal das Gepäck abgeben und machten uns auf den Weg Richtung Miami Beach. Dort parkten wir in einer noch ruhigen Nebenstraße, holten uns im Supermarkt etwas zum Frühstück und begrüßten nun die andere Seite Nordamerikas mit einem Frühstück am Meer.

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Da mein Schwager Hendrik beruflich auch gerade in der Stadt weilte, sendete ich ihm unseren Standort und gegen elf Uhr trafen wir uns am Strand auf ein Sonnenbad. Doch Pusteblume – nach kurzer Zeit fing es an wie aus Kannen zu schütten und wir mussten uns erstmal unterstellen (oder untersetzen – in Hendriks Mietmustang :D). Irgendwann entschlossen wir uns doch wieder zu einem Spaziergang aufzubrechen, aber im Regen ist das auch in Miami halb so schön. Deshalb versuchten wir gegen 14 Uhr wieder unser Glück im Hotel – wo wir auf 15:30 Uhr vertröstet wurden. Übermüdet und dreckig vom Strand ist das ein wenig anstrengend – aber in der klimatisierten Lobby ließ es sich aushalten. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, trafen wir auch Hendrik wieder und legten uns dann fix und fertig an den nahegelegenen Strand von Hollywood – also unserem Ort nördlich von Miami. Diesmal blieb es trocken und wir konnten bis zum Abend noch ein paar Eindrücke eines Memorial Day Wochenendes am Strand mitnehmen. Nach einem gemeinsamen Abendbrot mit einer Large Pizza von der Tankstelle nebenan verabschiedeten wir Hendrik, der heute auch schon die Heimreise antrat. Ich versuchte dann noch alle Erlebnisse der letzten zwei Tage festzuhalten – beim Hochladen der ersten Fotos setzte aber der gefährliche Sekundenschlaf ein und ich verzog mich doch ins Bett. Nach knapp 36 Stunden ohne Schlaf, vielen Erlebnissen und einer kleinen Zeitverschiebung von drei Stunden war das eine ganz gute Entscheidung.

 

 

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