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30. Mai2015
Über sieben Brücken musst du gehn

Über sieben Brücken musst du gehn

US
  • Author: gerd
  • Date Posted: Mai 30, 2015
  • Category:

[gerd]

Das reichhaltige Frühstück im Flamigo Motel in Bonita Springs nahmen wir im palmengesäumten Garten zu uns, eine willkommene Abwechslung. Im Anschluss ging es auch schon wieder auf die Reise. Das Tagesziel heute waren die Florida Keys. Zuvor mussten wir aber noch die Everglades passieren, also los.

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Von Bonita Springs ging es vorbei an Naples auf den Highway 41 in Richtung Miami. Die Vegetation wurde dichter,  die Landschaft sumpfiger und die Warnhinweise verrückter. Hier lebt wohl der Florida-Panther, getroffen haben wir leider keinen. Entlang der 80 Meilen langen Strecke tauchte immer mehr Werbung für Airboot-Touren auf, mal von Indianern mal von „Original USA“ Anbietern. Verwirrt wer jetzt originaler ist zogen wir weiter.

In Miami wurde der Verkehr wieder dichter, Straßen gesperrt und die Verkehrsteilnehmer ruppiger. Also tauschten wir die Plätze und reihten uns ein in die Schlange der Autos, die auch diesen Samstag Nachmittag für einen Ausflug auf die Keys nutzen wollten. Erhöhtes Verkehrsaufkommen und die Tatsache des (wie schon erwähnten) nicht bekannten Reißverschlussprinzips erforderte wieder etwas mehr Sitzfleisch und Nervennahrung.

Auf den Brücken der Keys angekommen lief es einigermaßen flüssig bis auf eine genervte Rüpelin hinter uns – doch wir hielten uns lieber an die Geschwindigkeitsvorgaben und ließen sie zappeln. It´s the law!

Anders als gedacht  und von Fotos oder Filmen suggeriert ist nur auf einem kleinen Teil der Strecke das Meer bzw. die beiden Meere – also auf der einen Seite der Atlantik, auf der anderen der Golf von Mexiko – zu sehen. Die letzten Meilen zogen sich und wir waren froh endlich als wir endlich unser Hotel erreichten. Doch das Tagesziel hatten wir damit immer nicht erreicht, denn unsere Unterkunft liegt etwa 70km vor Key West – dem südlichsten Punkt der USA.

Also machten wir uns nach einer kleinen Kaffeepause wieder auf den Weg und überquerten zunächst einmal die längste der Key Brücken – die 7 Mile Bridge. Weiter ging es über viele verschiedene Keys – immer wieder mit Hinweisen zu querenden Tieren, die neben den Menschen anscheinend auch noch Platz auf den kleinen Inseln haben (bspw.: die Key Deers). In Key West angekommen fuhren wir bis zum Ende des Highways South 1 und suchten uns einen Parkplatz um in der Abendsonne die Gegend zu erkunden. Unser Auto stand recht nah am berühmtesten Platz der Stadt – dem „Southernmost Point“. Dies ist der südlichste Punkt der kontinentalen USA und wurde auch noch am frühen Abend von vielen Touristen heimgesucht. Wir hatten keine Lust uns die Warteschlange für ein Foto einzureihen und beobachteten lieber das Treiben an diesem Platz. Fotos haben wir natürlich trotzdem gemacht 😉

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Warum wir gerade hier die bayrische Flagge vorfanden konnten wir uns auch nicht erklären. Vielleicht gibt es ja Verlagerungspläne – aber das ist nur eine Theorie.

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Wir waren hier nur noch 90 Meilen von Havanna entfernt und spürten quasi das kubanische Flair. Jedenfalls vermittelten die Häuser, Autos und Hühner auf der Straße eine kleine Ahnung davon.

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Genug vom Trubel schlenderten wir noch ein wenig durch die Straßen des Viertels – kamen auch an einer Schaffensstätte Ernest Hemingways vorbei und machten uns dann aber wieder auf den Weg Richtung Norden um bei einer kleinen Rast am Meer wie in den letzten Tagen den Sonnenuntergang mitzuerleben.

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