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3. März2016
Zurück ins Nichts

Zurück ins Nichts

AU
  • Author: gerd
  • Date Posted: Mrz 3, 2016
  • Category:

[gerd]

Nach der sehr erholsamen Nacht im Desert Cave Hotel in Coober Pedy stockten wir, nach einem Besuch im hoteleigenen Opal-Bergbau-Museum, unsere Reserven an Treibstoff, Wasser und Nahrungsmittel nochmals auf.

 

Unsere heutige Tour starteten wir auf dem Stuart Highway in Richtung Norden. Links und Rechts der Straße sahen wir unzählige Opal-Bergbaustätten. Ein kleines Gebirge von Menschenhand erschaffen, schon etwas grotesk.

Nach einigen Kilometern verließen wir den Stuart Highway und bogen in Richtung Breakaways ab. Das bedeutete wir werden für lange Zeit keine richtige Straße mehr zu sehen bekommen und nur noch über diese sogenannten Gravel Roads poltern. Nach einiger Zeit erreichten wir den Aussichtspunkt und konnten uns die farbenfrohen Bergformationen anschauen. Dieser Tipp hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Ein weiteres „Highlight“ dieses Umweges war der Dog-Fence, ein Maschendrahtzaun welcher über ca. 5400 km durch Australien führt. Er soll verhindern das Dingos und Füchse in die besiedelten Gebiete im Süden kommen und dort das Weidevieh angreifen.

 

Die Straße wurde immer schlechter und jede, der unzähligen, Bodenwellen tat förmlich weh. Unser Toyota hatte gut zu tun, nur bei höheren Geschwindigkeiten konnte wir die Wellen ohne große Erschütterungen überstehen, doch dann nimmt man auch alle anderen Schlaglöcher gut mit. Die ideale Geschwindigkeit zu finden war nicht sehr einfach. Dazu kamen auch noch die vielen Viehgitter, welche verhindern sollen, dass das Vieh zu weit weg läuft. Eines dieser Gitter war nicht ganz einzusehen und so hoben wir mit unserem Toyota bei ca. 90 km/h ab und landeten eher unsanft einige Meter weiter hinten. Der Wagen überstand den unfreiwilligen Stunt fast ohne Probleme, lediglich ein Auspuffgummi hatte aufgegeben. Leider war Matthias nicht auf den Aufprall vorbereitet und landet etwas unsanft wieder auf seinen Platz, davon hatte er noch einige Tage etwas.

Wir erreichten im Anschluss die Straße welche uns in Richtung Oodnadatta führte und passierten auf dem Weg die Moon Plains. Eine Landschaft welche der Oberfläche des Mondes ähneln soll. Sie bestand hauptsächlich aus dunkeren Gestein und glitzerte stark in der Sonne. Nach weiteren unzähligen Kilometern bogen wir erneut ab um uns in Richtung Painted Desert bzw. Arckaringa Hills zu bewegen.

Und auch dieser schirr unendliche Umweg über noch schlechtere Straßen, hat sich gelohnt. Trotz atemberaubender Hitze lag uns am Ende eine zauberhafte Landschaft vor den Füßen. Da hilft kein Foto, das muss man selbst gesehen haben. Wir setzten unsere Fahrt im Anschluss nach Oodnadatta fort und pausierten dort am Pink Roadhouse.

Der weitere Weg unser heutigen langen Tour wurde ein sehr Einsamer. Auf den nächsten 200 km begegneten wir keiner Menschenseele, lediglich einige Rinder begutachteten uns ungläubig. Die Angestellte im Pink Roadhouse hatte uns bereits vorgewarnt, dass es zu dieser Jahreszeit viel zu warm sei und sonst keiner dort hoch fahren würde. Wir ließen uns davon aber nicht abschrecken. Wir stoppten am Eringa Waterhole für eine kurze Pause und genossen im Anschluss auf einer Anhöhe den Sonnenuntergang durch eine riesige Regenwolke hindurch. Leider wurde es nun richtig dunkel und es lagen immer noch einige Kilometer vor uns. Die beste Fahrgeschwindigkeit für diese Straßen lag noch immer bei ca. 90 km/h und so bewegten wir uns auch im Dunklen nicht viel langsamer. Nach einiger Zeit erreichten wir dann aber endlich das Mt. Dare Hotel. Wir mieteten, als einzige Gäste, eine Art Baucontainer mit 4 Betten für einen ziemlich hohen Preis und teilten uns das externe „Badezimmer“ mit allerhand Insekten und kleinen Kröten. Was für ein Tag 🙂

 

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